Diese Wirtschaft tötet – Papst Franziskus

  • Die Kritik am Kapitalismus durch Papst Franziskus bleibt keine Eintagsfliege. In einem Interview in der „La Stampa“ hat er seine Kritik am Wirtschaftssystem, das seiner Meinung nach die weltweite Armut festige, wiederholt und untermauert. Im Interview spricht er davon, dass heute die Märkte mehr zählen, als der Mensch selbst. Seiner Ansicht nach, mit der er nicht alleine dasteht, handelt es sich um eine kranke Wirtschaft.

    Die Essenz aus dem Interview mit Papst Franziskus erscheint am dunklen Nachthimmel, wie ein funkelnder Stern, der Hoffnung macht. Franziskus liegt es dabei fern, die Reichen anzuklagen, viel mehr prangert er das Anbeten des Reichtums an. Franziskus sieht dabei den Besitz an sich nicht als schlecht an, solange andere Menschen nicht in Armut leben müssen. Er selbst sieht keinen Anspruch darauf, dass Menschen das unbeschränkte Recht haben, mehr zu besitzen, als sie tatsächlich benötigen, wenn es Menschen auf der Welt gibt, denen das Nötigste zum Leben fehlt. Damit positioniert er sich eindeutig und in einer Art und Weise, wie man sie bislang aus dem Vatikan nicht erwarten durfte, aber vielleicht erhofft hätte.

    Papst Franziskus geht aber noch weiter, denn der Wunsch, nein die Forderung nach gerechter Güterverteilung sei keine Erfindung des Kommunismus. Damit darf dieser Wunsch auch nicht in Eck gestellt werden oder ideologisiert werden. Er wiederholt dabei auch, dass er, nein die katholische Kirche dazu einlädt, die Globalisierung der Gleichgültigkeit, die sich über den Erdball gleichermaßen verteilt breit macht, zu überwinden. Einmal mehr unterstreicht er, dass die Märkte und Finanzspekulationen keine uneingeschränkte Autonomie genießen dürfen.

    Weiter kritisierte er in deutlichen Worten die Wegwerfkultur. Eine Wegwerfkultur, zu der auch die Abtreibung, die Perspektivlosigkeit von jungen Menschen und die Abschiebung von alten und kranken Menschen gehören.

    Das Interview ist ein Auszug aus seinem Buch „Papst Franziskus – Diese Wirtschaft tötet“.

    Damit positioniert er die katholische Kirche eindeutig und bezieht Stellung zu einem Thema, das vielen Menschen am Herzen liegt. Kritiker werden einmal mehr den Finger heben und mahnen, dass derjenige, der im Glashaus sitzt nicht mit Steinen werfen soll. Denn die Kirche selbst hat nichts mit der sogenannten armen Kirchenmaus zu tun. Fakt ist aber, dass Papst Franziskus eine Bewegung, die er bereits in Gang gesetzt hat, zu der auch die Selbstbereinigung gehört, weiter vorantreibt. Das Macht Hoffnung und Mut. Gleichzeitig untermauert er, dass der Wunsch nach Änderung des aktuellen Systems kein ideologischer Wunsch ist, sondern viel mehr ein christlicher, aber vor allem auch ein menschlicher Wunsch ist. Naturgemäß wird dies jenen, die das System verteidigen nicht ins Konzept passen, denn indem die Kirche diesen Wunsch als christlichen Wunsch im Sinne der Botschaft Jesu positioniert, ist die Ideologische Diskussion als beendet erklärt.

    Papst Franziskus bleibt damit seiner Linie weiter treu und gibt der katholischen Kirche in einer schwierigen Zeit ein klares, abgrenzendes Profil. Das erfordert Mut und die Bereitschaft zur Veränderung. Ersteren hat er bereits bewiesen …

     

    Weiterführende Informationen:

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